Beispiele für Sektorkopplung in Landschaft

Sektorkopplung

Unsere bisher auf fossile Ressourcen basierte Wirtschaft hat einen bequemen Vorteil. Fossile Energieträger und Rohstoffe stehen in erster Näherung kontinuierlich zur Verfügung. Dass politische Verwerfungen, wenn irgendwo wegen Erdölvorräten mit dem Säbel gerasselt wird, Marktknappheiten erzeugen können, ist richtig. Auch mag ab und an ein Braunkohletagebau eingefroren sein. Aber im Großen und Ganzen ging bisher nirgendwo so richtig das Öl, Gas oder die Kohle aus. Und weil es so schön bequem und für immer noch viele lukrativ ist, bedarf es gewaltiger Anstrengungen, daran etwas zu ändern.

Denn bei der Solarenergie ist es nicht völlig wegzudiskutieren, dass die nächtliche Stromerzeugung mit langfristig hoher Prognosesicherheit bei 0 liegt. Jedenfalls lokal. Auf der anderen Erdhälfte scheint ja die Sonne. Auch gibt es Wolken, Schnee und andere Unwägbarkeiten. Beim Wind wird es dann etwas stochastisch.

Womit wir bei der Herausforderung sind. Der Mensch will, je nach Klimazone, im Warmen oder Kühlen sitzen, Fernsehen schauen. Fabriken müssen produzieren. Güter sind zu transportieren, Flugzeuge sollen fliegen. 24 Stunden am Tag. Es ist zwar richtig, dass irgendwo immer die Sonne scheint oder der Wind weht. Auf jeden Fall im globalen Maßstab, auch im nationalen noch mit Abstrichen. Aber die Stromkabel kann keiner bauen und bezahlen, um diese Energiemengen um den Globus zu jagen. Und nicht alles ist mit Elektromotor oder Heizstab lösbar. Es gilt, gewaltige Mengen fossiler Treibstoffe und Rohstoffe in Chemie und Stahlerzeugung zu ersetzen und vieles mehr.

Also braucht es viele und, v.a. intelligente Lösungen. Auch damit beschäftigen wir uns.

Die oben angesprochenen Stromkabel sollte man z.B. möglichst effektiv nutzen. Und kann dann viel mehr Energie einspeisen, wenn man kreativ denkt. Die Kombination von PV- und Winderzeugung am gleichen Netzeinspeisepunkt ermöglicht ohne Ausbau des Stromnetztes einen beträchtlichen Photovoltaikausbau. Wir haben eines der ersten Kombiprojekte in Deutschland (25 MW Wind zzgl. Zubau von 20 MW PV) geplant und den Netzbetreiber von der Vorteilhaftigkeit überzeugt. Besonders kniffelig dabei ist die Frage der Gleichzeitigkeit von PV- und Winderzeugung. Als akkreditierter Windgutachter und mit der Erfahrung vieler PV-Ertragsgutachten konnten wir das lösen.

Auch in der Planung von Freiflächen-PV mit angeschlossenem Stromspeicher haben wir bereits Erfahrung gesammelt.

Ausgiebig beschäftigt haben wir uns mit Power-to-X. Sei es in Studien zu den Gestehungskosten alternativer Treibstoffe oder den Kosten von Wasserstoff bei der Erzeugung in wind- und sonnenreichen Regionen auf dieser Welt inkl. der denkbaren Transportinfrastruktur.

Tilo Wachter, Geschäftsführung

Tilo Wachter
Geschäftsführer
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